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ORGANISIERT EUCH!

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung von »ORGANISIERT EUCH!«, dem ersten Buch von Silvia Lorenz, folgend das von Jens Fischer Rodrian verfasste Nachwort. Links zur Bestellung finden sich auf der Startseite der Homepage oder direkt hier unter dem Text.





Jens Fischer Rodrian | 18.02.2026



Jeder Versuch, die »bestehende Ordnung« in Frage zu stellen und neue Ideen auszuprobieren, sollte mit Kusshand begrüßt werden. Warum? Weil diese »bestehende Ordnung« keine ist. Sie ist zutiefst unordentlich, unmoralisch und menschenverachtend. Nein, ich rede nicht von Nordkorea oder dem Iran – was wissen wir schon von den Ländern, die uns seit langer Zeit als Schurkenstaaten verkauft werden? Nur wenige von uns haben sie bereist, um sich selbst ein Bild zu machen. Kehren wir doch lieber vor der eigenen Haustür.


Damit meine ich den selbsternannten »Wertewesten« – oder besser – den verkommenen Unwertewesten. Klingt hart. Ist es auch. Und es muss wahrscheinlich noch schlimmer kommen, bis sich wirklich etwas ändern kann. Auch die circa drei Millionen Seiten der nun offengelegten »Epstein Files« werden so lange nichts bewegen, bis die Verantwortlichen im Knast sitzen. Alle! Nicht nur drei oder vier Bauernopfer. Das fand aber auch bei den Missbrauchsskandalen der katholischen Kirche nicht statt. Also ist auch jetzt nicht zu erwarten, das es passiert. Denn wir sollen wohl peu à peu daran gewöhnt werden, dass die Elite – von Rothschild über Rockefeller bis Gates – machen kann was sie will und damit durchkommt.


Na dann. Ignorieren wir den Mainstream-Zirkus doch einfach und beschäftigen uns mit denen, die schon seit langer Zeit »im Dreck« wühlen. Wer einmal den relevanten Journalisten unserer Zeit, zum Beispiel Whitney Webb oder James Corbett, aufmerksam zugehört und deren Quellen geprüft hat, wird sich schwer tun, jemals wieder wegzuschauen.


Ja, am Anfang tut es weh, ist unbequem und raubt einem den Schlaf. Dann wird es irgendwann besser. Denn die »Truman Show« wird zum Unterhaltungsprogramm. Der Prozess, aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen und zu erkennen, dass man von vorne bis hinten beschissen wurde, hat aber auch etwas Befreiendes – man verliert die Angst vor einem übergriffigen Staat. Was wollen sie uns denn schon antun, womit wir nach Corona nicht ohnehin rechnen würden? Auch während der Covid-Krise haben wir Mittel und Wege gefunden, uns gegen die Willkür des Staates zur Wehr zu setzen.


Hinzu kommt, dass das Leben endlich ist. Auch wenn diese humorlosen, traurigen Transhumanisten den Tag X auf Biegen und Brechen hinausschieben wollen – er wird kommen. Sowohl für die wie auch für uns. Und die Endlichkeit hat etwas sehr Tröstliches. Denn ist man sich ihrer bewusst, geht es in erster Linie darum, das eigene Leben bis zur Weiterreise zu gestalten. 


Vor kurzem war ich mit meinen geschätzten Kollegen Nicolas Riedl und Tom-Oliver Regenauer in Morelia (Mexiko) beim »People‘s Reset« – einer fünftägigen Konferenz, die sich ausschließlich dem Thema »Lösungen« widmet. Ob Aussteller, Redner oder Musiker, alle hatten sie eines gemeinsam: Sie schauen nach vorn, hinaus aus den Strukturen, die uns vergiften. Raus aus der Empörungsspirale, die man so bequem auf der Couch mit Chips, Cola und einem Netflix-Marathon kultivieren kann.


Rein ins analoge Leben – darum ging es in Morelia. Um etwas konkreter zu werden: Es ging um Meersalz, das frei von Mikroplastik ist, um Heilung durch Licht, um Smartphones, mit denen man ohne Google durch den digitalen Dschungel surfen kann, um Aroma-Medizin und Wasserfilter, um Vorträge zu »Natural Law« und »Self Publishing« von Literatur und Musik und eine Kakao-Zeremonie mit über einhundert Teilnehmern. Die Liste ließe sich noch lange fortführen. Denn es gibt sie, die mutigen, kreativen Neugestalter für eine selbstbestimmte Zukunft. Und in einem Punkt sind sie sich alle einig: Machen! Nicht warten, bis es jemand macht, sondern selbst anfangen.

 

Sind wir mal ganz ehrlich. Die rote Pille ist einfach die Bessere. Der Langzeiteffekt ist spürbar. Und das Schönste daran: Ganz nebenbei, ohne groß darüber nachzudenken, werden wir Stück für Stück unregierbarer. Wenn man darüber hinaus den Humor nicht verliert, sondern ihn als friedliche Waffe nutzt, ist das Totalitäre langfristig machtlos. Denn mit Humor kann es nicht umgehen. 


Alte Pfade sind ausgetreten. Neue werden sich auftun. So ist auch dieses Buch ein wertvoller Beitrag, sich inspirieren zu lassen, um neue Wege zu gehen und sich dem Staat und seinen maroden Strukturen immer mehr zu entziehen.

Seit Jahren bin ich ein Freund der aleatorischen Demokratie. Losverfahren, anstatt Wahlen. Nur eine Amtszeit. Garantie auf Wiedereinstellung im alten Job nach einer Legislaturperiode. Ein fürstliches Gehalt für die Zeit der Parlamentsverpflichtung, um dabei so unbestechlich wie möglich zu sein. Sofortiger Ausschluss aus der parlamentarischen Arbeit bei Korruption. Gesellschaftlich repräsentative Zusammensetzung – Alte, Junge, Handwerker, Künstler, Unternehmer, Schwule, Transmenschen, Behinderte, Migranten – alles, was wir haben. Alles, was es gibt. Aber in einem Verhältnis, das zumindest grob die tatsächliche Bevölkerungsstruktur des Landes widerspiegelt. 

                           

Kann nicht gehen? Falsch! Ging schon. In der Antike. Auch wenn es da aus heutiger Sicht viel zu verbessern gäbe, weil zum Beispiel nur männliche Bürger zugelassen waren. Man denke an die florentinische Republik (mit Losverfahren), die sich immerhin 150 Jahre hielt. Und auf lokaler Ebene werden in den Niederlanden, Kanada oder Irland immer wieder Bürgerräte per Los ausgewählt. Aber all das ist auch nur eine Möglichkeit von vielen.

Der Voluntarismus, den Silvia Lorenz in diesem Buch beschreibt, ist der Anarchie sehr nah – was mir persönlich gut gefällt. Denn auch ich glaube an die natürlich gegebene Empathie und Hilfsbereitschaft der meisten Menschen. Daran, dass man etwas ausprobieren, scheitern, aufstehen und es von Neuem versuchen muss. Immer mit der Lust, zu lernen. Immer mit der Gewissheit: Das Leben ist jetzt!


Besser als ein verblödeter, korrupter Staatsapparat wird es mit uns allemal. Vor allem aber sollten wir uns darauf besinnen, die Jungen, die gestalten wollen, zu unterstützen. Wie gesagt: Unsere Lebenszeit ist begrenzt. Viele von uns sind längst in der zweiten Halbzeit angekommen. Mit dem Rest unserer Zeit sollten wir der nächsten Generation dienen. Mit Rat und Erfahrung. Aber die Gestaltungshoheit sollten wir ihnen zugestehen – denn es geht um ihre Zukunft. 





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